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Tanz

Wenn der Psalmist in Psalm 30 von der Wandlung der Trauer in Tanzen spricht, so ist damit die ganze Fülle des Lebens gemeint, die sich im Tanz auszudrücken vermag. Tanz wird hier betrachtet als Teil des Menschseins, der zum Leben gehört wie Lachen, Weinen, Klagen. Tanz wird so Zeichen des Heils und der unbändigen Freude, das Leben neu und immer wieder geschenkt zu bekommen. Der Tanz, ganz besonders der Reigen, hatte im alten Israel eine besondere Bedeutung und ist bis heute Ausdruck von Lebendigkeit, Abbild innerer Befindlichkeit, löst aus Starre und Enge und schafft so Raum für Neues. Raum für Leben. 
Tanz bringt mich in Kontakt mit mir selbst, hilft mir, mich selbst zu spüren, zu erleben, zu erfahren und zu erkennen. Im nonverbalen Ausdruck, in Gestik, Mimik und Bewegung, im Wahrnehmen von Widerständen, im Bewusstmachen eigener Blockaden und deren Lösung. In einer Wahrnehmung meiner Selbst, als leiblich-seelisches Wesen, das sich mir zeigt und zusammenführt, was so oft voneinander getrennt ist. 

Tanz als Exerzitienform verbindet Elemente der klassischen Einzelexerzitien mit dem meditativen Tanzen. Im Mittelpunkt steht auch hier die persönliche Beziehung zu Gott. Tanz kann ein spirituelles Erleben vertiefen, ja, vielleicht sogar erwecken, indem wir mit unserem bewegten Körper beten. Es ist eine ganzheitliche Form des Innehaltens, des Wahrnehmens, wer ich bin, und wie ich jetzt da bin.  

 

Informationen zu den Tanzexerzitien in der Fastenzeit 2020 finden Sie hier!