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Pastoralreferent Prashant Baxla im Gespräch mit Daniela Lützeler

Frau Lützeler, wie kamen Sie zur BabyConnection?
Nach dem Umzug in unseren wunderschönen Stadtteil Pempelfort wurden wir 2018 anlässlich des Taufgesprächs für unseren kleinen Sohn mit Pfarrer Dölle auf die verschiedenen Initiativen der Gemeinde aufmerksam. Sofort war klar: Die BabyConnection, eine Initiative für Eltern mit Kleinkindern, schauen wir uns an! Als frisch gebackene Eltern ist man dankbar für gute Tipps und persönliche  Empfehlungen für Elterncafés, Spielgruppen und Babykurse.
Im Winter 2018 machten wir uns auf den kurzen Weg und fanden ein wahres Kinderparadies im riesigen Rochus-Saal vor, welchen wir bereits von unserer Tauffeier kannten. Mein Sohn und ich trafen auf eine kleine Gruppe offener und sympathischer Mütter, die uns herzlich aufnahmen. Seitdem waren wir bei jedem Treffen mit an Bord.

Warum übernahmen Sie die Leitung der Gruppe?
Kurze Zeit darauf fragte mich die vorherige Gruppen-Leiterin, ob ich die Gruppe von ihr übernehmen möchte. Sie wollte gerne an die nächst jüngere Generation von Kindern übergeben. Ein paar Telefonate später sagte ich ihr direkt zu. Diese wunderbare Initiative in diesem Spieleparadies musste fortgeführt werden! Bis heute bin ich dankbar für die Übergabe dieses einzigartigen Ehrenamts. Ich liebe es, Menschen zusammenzubringen und engagiere mich gerne für die gute Sache.

Das erste Treffen der neuen Gruppe fand im März 2019 statt. Wir starteten zunächst mit 10 Müttern mit Babys in ähnlichem Alter. Eine bunt zusammengewürfelte und lustige Truppe, die sich von Anfang an gut verstand und immer viel Spaß zusammen hatte.

Gab es Highlights in Ihrer Zeit als Gruppenleiterin?
Das größte Highlight war natürlich immer das Spielerlebnis für unsere Kinder. Wir durften gemeinsam erleben, wie sich das erste Kind vom Rücken auf den Bauch drehte, wie das andere anfing zu krabbeln, wie es die ersten Schritte machte und seine ersten Worte sagte – die spektakulären ersten Momente! Die gegenseitige Unterstützung füreinander, aber auch für andere hat mich beeindruckt. Einige spendeten regelmäßig Kinderkleidung für die Kleiderkammer der Gemeinde.
Viele nahmen zusammen weitere Angebote wahr wie die Kleine Leute Kirche, Katholisch-Öffentliche Bücherei oder unterstützten bei Anfragen Gemeinde-Feste. Beim letzten Kindersachen-Flohmarkt im Barbara-Saal war die BabyConnection sogar mit einem eigenen ca. 10 Meter langen Stand vertreten.
Eine Situation bleibt mir in besonderer Erinnerung: Eines Tages stand eine chinesische Mama mit ihrem kleinen Baby in der Tür. Sie hatte von dieser Initiative gehört, konnte allerdings noch kein Deutsch. Das fand ich mutig und sympathisch. Wir verständigten uns zunächst auf Englisch. Bei Kindern bedarf es oft sowieso keiner Worte, sie freuen sich einfach über neue Spielkameraden. Diese Mama spricht mittlerweile sehr gut Deutsch und ist der Gruppe bis heute treu geblieben.

Was ist das Besondere an der BabyConnection, gerade im Vergleich zu anderen Angeboten?
Mir persönlich war wichtig, den ungezwungenen Charakter und die Unbeschwertheit beizubehalten und bewusst kein konkretes Programm einzuführen. Die Gruppenstruktur ist dynamisch; durch persönliche Empfehlung innerhalb der Gruppe oder von außen über die Gemeinde kommen neue Gesichter hinzu. Die Initiative ist grundsätzlich für alle offen, Diversität wird als Bereicherung gesehen – unabhängig von der Religionszugehörigkeit. Wir bewegen uns bei einer Teilnehmerzahl von 8-12 Eltern, was von allen als angenehm empfunden wird, sodass der Trubel mit den kleinen wilden Wirbelwinden überschaubar ist. Hin und wieder sind Teilnehmer im Urlaub oder krank, mal kommen zur freudigen Überraschung aller neue hinzu, z.B. die Oma, die gerade zu Besuch ist. Auch mit jüngeren und älteren Geschwisterkindern harmoniert es perfekt. Für mich ist es eine Bereicherung, sich mit so vielen großartigen Menschen  auszutauschen.

Wie kann man sich den Ablauf der Treffen vorstellen?
Wiederkehrende Rituale sind gerade in diesem Alter von Bedeutung. Nach und nach trudeln alle ein. Gemeinsam mit den Kindern werden Spielteppich und Spielzeug im Saal verteilt. Die Kinder können nach Herzenslust spielen und toben. Die Eltern nehmen Platz und tauschen sich bei ihrem Getränk aus. Das freie Spiel und Miteinander stehen im Vordergrund. Jeder kleine Teilnehmer möchte bei der Aufräumaktion mithelfen. Sobald alle Spielsachen verstaut sind, verabschieden sich die kleinen und großen Freunde bis zum nächsten Treffen. Da es kein fester Kurs mit strikten Zeiten, sondern ein entspannter Treff ist, ist es unkompliziert, wenn jemand einen
weiteren Termin hat oder früher aufbricht. Der Ablauf hat sich in der Vergangenheit bewährt.

Nun geben Sie die Gruppenleitung an die nächste Generation ab. Was wünschen Sie sich für die neue „BabyConnection“?
Ich wünsche mir, dass es weiterhin engagierte Eltern im Stadtteil gibt, die gemeinsam etwas für ihre Kinder, für sich selbst und andere Menschen bewegen und mitgestalten wollen, gemäß dem Motto unserer Gemeinde in Derendorf Pempelfort: #werbewegt #wasbewegt.