„Zeit ist Leben. Und das Leben wohnt im Herzen.“ (Momo, Michael Ende)

Heribert_Doelle (c) Eva Koch

Grüße zum neuen Jahr

Das neue Jahr, es hat begonnen. Manchmal erschreckend, wie die Zeit vergeht. Manchmal mit dem Gefühl verbunden, diese nicht oder zu wenig mit Leben gefüllt zu haben. Das Leben, es hat aber seinen eigenen Takt, seine Eigendynamik. Oft empfinden wir, dass wir ihm den Takt nicht vorgeben können, fühlen uns ihm ausgeliefert. Doch das Leben, es ist, wie wir selbst, aufgehoben im Herzen. So heißt es schon bei „Momo“, der Geschichte von Michael Ende. Im Herzen Gottes, im Herzen der Menschen, die uns lieben. Dies zeigt, dass wir uns nicht sorgen müssen, bei aller nachzuvollziehenden Sorgnis, die uns das Leben, unser Dasein hier, auferlegt. Aber letztendlich sind wir behütet und beschützt, wenn, ja wenn wir nicht beziehungslos sind. Beziehungslos, auch wenn wir uns so wähnen, wir sind es nicht, weil wir in Gott und seinem großen Herzen, weil wir bei den Menschen, die uns ihre Liebe schenken, geborgen sind. Weil wir beherzt sind.

Das Leben ist viel mehr als wir sehen, kennen, wahrnehmen. Das Leben ist spannend, aufregend und überraschend. Das Leben ist Geschenk. Nehmen wir es an, öffnen wir die Tür zu diesem neuen Jahr, das vor uns steht, und gehen wir über die Schwelle, die manchmal so schwer zu überwinden ist, weil so vieles uns noch hält und zurückhält und wir auch mit Trauer, Verzweiflung, Angst und vielleicht auch mit Wehmut auf Vergangenes zurückblicken. All dies darf sein, ist willkommen. All dies gehört zur Gestaltung und Entwicklung. All dies macht uns und unser Leben aus. All dies gehört zu uns und wir brauchen uns dafür weder zu schämen noch zu verstecken oder zu verstellen. Nicht vor den Menschen, schon gar nicht vor den Menschen unseres Vertrauens und schon gar nicht vor Gott, der uns kennt wie wir uns selbst nicht.

Die Schritte in das neue Jahr, wir gehen sie gemeinsam, auch wenn jeder seine eigenen Lebensschritte in das Neue hineinwagt. So seien Sie uns herzlich willkommen. Im Austausch untereinander und miteinander. In Freude und in Leid. Weil wir zusammengehören und einander tragen, stärken und mit Wohlwollen einander und aufeinander achten, als eine Gemeinschaft, die aus der Liebe lebt. Als Christen.

Auf die Begegnungen in diesem neuen Jahr mit Ihnen freue ich mich. Lernen Sie uns neu kennen oder lassen Sie unser Kennenlernen vertiefen!

Heribert Dölle, Pfarrer

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