Jetzt wächst Neues! (Jes 43,19)

Heribert_Doelle (c) Eva Koch

Ein weiter Bogen spannt sich von der Fastenzeit bis Pfingsten im sogenannten Osterfestkreis des Kirchenjahres. Das Neue, das werden will, es ist ein Versprechen, dass es weitergeht. Das Neue, das wächst und hervorbricht, es wird möglich nach dem Bestehen in allem Leid, ja, auch im Bestehen angesichts der Endgültigkeit des Todes. Um Heil und Heilsames zu bringen, ja daran alles und alle miteinzubeziehen, steigt Jesus auch hinab in das Reich des Todes, um vom tiefsten Punkt hinaufzusteigen zu Auferstehung und Himmelfahrt. Das Neue, es bricht sich Bahn – gegen alle Widerstände und gegen alles bisher Bekannte. Und schenkt uns so Hoffnung und Zuversicht, dass auch wir nicht im Tod verbleiben. Dass wir aufgenommen sind in Gott, dass wir ihn einst schauen von Angesicht zu Angesicht. Dieses Fest, den Höhepunkt unseres Kirchenjahres, die Mitte unseres Glaubens, die Kernbotschaft des Christentums, feiern wir in der Osternacht:  Gott, der Liebe ist, ist stärker als der Tod – Liebe, die keine Grenzen kennt.

Unter dem Leitgedanken „Jetzt wächst Neues!“ gehen wir durch die österliche Bußzeit auf das Osterfest zu und bereiten uns darauf vor. Das „Jetzt“ mahnt uns, ernst zu machen, den Augenblick, den Moment, das, was in uns wachsen und werden will, zu erkennen. Wachsen als Ausdruck von Lebendigkeit bedeutet aber auch, Altes aufzubrechen und zurückzulassen, sich Wachstumsschmerzen auszusetzen, den Zugriff von Altem, Gewohntem, Vertrautem wahrzunehmen. Wachsen ist eine Entscheidung, es ist ein  Akt der Befreiung aus engem Denken, Handeln und Fühlen. Wachsen ist Wandlung. Um zu wachsen, bedarf es guter Verwurzelung, braucht es festen Stand und Kraft sich darauf einzulassen und zu weiten, Grenzen zu überwinden und sich dem Neuen zu öffnen, sich von ihm durchfluten zu lassen. Neues kommt manchmal überraschend, anders als gedacht und plötzlich. Dem Wachsen Raum zu geben, es an mir geschehen zu lassen, eine Herausforderung in diesen Tagen auf Ostern zu. Gehen wir diesen Weg achtsam und nehmen wir uns die Zeit, uns selbst und unser Miteinander neu zu sehen, zu erfahren, zu verändern und wertzuschätzen. 

Seien Sie uns hier in Derendorf Pempelfort herzlich willkommen auf unserem Weg durch diese Zeit, jeder für sich und doch gemeinsam und füreinander unterwegs. Seien Sie uns herzlich willkommen zur Feier der Kar- und Ostertage hier bei uns.

Seien Sie uns herzlich willkommen!

Heribert Dölle, Pfarrer

 

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