Winterliches Orgelkonzert 2022

Ähnlich der Fußballeuropameisterschaft, sollen im Januar die „Winterlichen Orgelkonzerte 2021“ ein Jahr verspätet stattfinden. Die Konzertreihe musste im letzten Jahr coronabedingt abgesagt werden. 

Das Programm mit den „Vorjahresjubilaren“ Piazzolla (100. Geburtstag) und Saint-Saëns (100. Todestag) hat thematisch mit Tanz zu tun.

Der Argentinier Piazzolla hat den Tango von der reinen Tanzmusik zur Konzertmusik, dem Tango Nuevo, weiterentwickelt. Diese Musik ist untrennbar mit dem Akkordeon verbunden. Der russische Akkordeonvirtuose Andrey Golski wird u.a. den 1982 komponierten Grand Tango begleitet von der Orgel spielen. Eine ungewöhnliche und reizvolle Instrumentenkombination. Das zweite große „Tanzstück“ ist das im marokkanischen Tanger entstandene Orchesterwerk „Danse Macabre“, der makabre Tanz oder auch Totentanz. 

Saint-Saëns lässt mit den klanglichen Möglichkeiten des Orchesters „die Knochen“ virtuos tanzen (u.a. durch Verwendung des Xylophons). Die große klangliche Vielfalt legt die Interpretation mit einer großen Pfeifenorgel nahe. 

Es macht Hanjo Robrecht viel Spaß, die unterschiedlichen Register (Pfeifen der gleichen Bauweise) in einer einzigen Komposition zu verwenden. Der Danse Macabre hat leider aktuell einen ganz aktuellen Bezug zu Tod und Krankheit. Dieser sich zunächst bis zur Ekstase steigernde Tanz endet ganz ruhig und versöhnlich mit zwei leisen Akkorden. Hoffnung, dass sich alles irgendwann bessern und beruhigen wird. 

Neben Andrey Golski wird Wolfram Goertz mit seiner Moderation das Konzert wider begleiten. Seine durchdachten und humorvollen Anmerkungen werden es zu einem ganz besonderen Konzert werden lassen.

Eine Anmeldung für das Konzert ist nicht notwendig, es gIit die 2G-Regel und Maskenpflicht am Platz (Stand Redaktionsschluss).