nikodemus

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Teilnehmende am Nikodemus-Gespräch, liebe Gemeindemitglieder,

nicht einfach gemacht habe ich mir die Entscheidung, das Nikodemus-Gespräch nach fast 9 Jahren Ende März zu beenden. Seit August 2010 gibt es die Einladung an alle, am letzten Sonntag im Monat ins Pfarrhaus zu kommen, um sich nach dem biblischen Beispiel zu abendlich-nächtlicher Zeit – zwischen Tag und Traum, Wochenende und Wochenbeginn, im Übergang von einem zum anderen Monat – einander zuzuwenden, Anteil daran zu geben, womit wir unterwegs sind, was wir an Fragen, Zweifeln und Hoffnungen in uns tragen. Womit wir uns schwer tun, wohin es uns zieht. Nichts – außer dem Rahmen – war vorgegeben und alles konnte zur Sprache kommen. Auch wenn in den letzten Monaten ein Rückgang der am Gespräch Teilnehmenden zu verzeichnen war, so ist dies doch nicht der alleinige Grund für die Beendigung. Vielmehr habe ich mich dazu nach längerer und eingehender Überlegung entschieden, weil ich all die besonderen Abende, die es in den vielen Jahren gegeben hat – Sternstunden unseres Miteinanders, Nähe und Vertrautheit in der Begegnung, die nicht hergestellt, nur geschehen kann –  nicht ins Einerlei fallen lassen wollte. Es waren kostbare Zeiten, voll spürbarer, greifbarer Energie, die manche Abende zu ganz besonderen Ereignissen werden ließen. Dies uns allen zu bewahren und es nicht im bloßen Fortführen eines fast schon Tradition gewordenen Gesprächskreises zu belassen, sondern im dankbaren Rückblick zu würdigen, war mir Grund für diesen Entschluss.

So bitte ich um Ihr Verständnis, dass bereits Ende März 2019 das Nikodemus-Gespräch nicht mehr stattfinden wird. Nichts von all dem Schönen, was in diesen fast neun Jahren an Vertrauen, Austausch und Begegnung gewachsen ist, wird genommen. Was bleibt, ist die Erfahrung von Kennenlernen und Austausch, der nährt und stärkt, von einander befruchtendem Miteinander in Glauben und Leben, die Erfahrung, dass mehr miteinander möglich ist als wir es vermuten, und die tiefere Wahrnehmung der eigenen Person und anderer.

Dafür und für all Ihre Treue in diesen Jahren bedanke ich mich von Herzen. Das Nikodemus-Gespräch, noch in den Anfängen meiner Zeit hier in Derendorf Pempelfort ins Leben gerufen, hat von Anfang an meine Vorstellungen und Erwartungen übertroffen. Auf solch eine Annahme durch Sie, so viel Mit-Wirkung Ihrerseits und persönliche Bereicherung wagte ich gar nicht zu hoffen. So wurde auch ich mit ganz viel Offenheit und Lebendigkeit, Anteil geben und Anteil nehmen beschenkt, dass mir der letzte Sonntagabend im Monat immer ein besonderer bleiben wird, auf den ich sicher auch das ein oder andere Mal mit Staunen und ganz oft mit Freude und Dankbarkeit blicken werde.

„Gott ist immer Neuheit“, sagt Papst Franziskus. Geben wir dieser Einsicht und dem Neuen Raum.

Herzlich,

Ihr Heribert Dölle, Pfarrer

Radio Interview zum Nikodemus-Gespräch

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Hier finden Sie ein Interview des ASG-Bildungsforum Radio mit Pfarrer Heribert Dölle zum Nikodemus-Gespräch.

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